Imposition des personnes physiques domiciliées à l'étranger et exerçant une activité pour le compte de la Confédération ou d’autres corporations ou établissements de droit public suisses
10. April 2026Französisch
L’imposition à l’étranger est réglée par l’art. 3 al. 5 LIFD pour l’impôt fédéral direct, avec perception pour la période fiscale entière. L’imposition dans les cantons dépend du maintien ou non du domicile fiscal en Suisse. La circulaire distingue notamment le séjour de formation, les séjours à but lucratif (célibataires et couples) et les opérations militaires liées à la mission Swisscoy. Elle rappelle enfin que les solutions des traités internationaux restent réservées et que la circulaire remplace celle du 14 juin 2000.
Gebiete Einkommensteuer, Internationales Steuerrecht, Steuerverfahrensrecht
Violation grave des règles de la circulation routière: art. 90 al. 3ter LCR
Entscheid151 IV 3578. Oktober 2025Französisch
Le Tribunal fédéral admet partiellement le recours formé contre le jugement cantonal du 10 juillet 2024. La cour cantonale a violé le droit fédéral en se considérant liée par la peine privative de liberté minimale d’un an, alors que les conditions de l’art. 90 al. 3ter LCR étaient réunies. La cause est renvoyée à l’autorité précédente afin qu’elle statue à nouveau sur la fixation de la peine.
Gebiete Straßenverkehrsrecht, Materielles Strafrecht, Strafzumessungsrecht
Kein Anspruch auf Übernahme baulicher Anpassungen an ausländischer Immobilie
Entscheid151 V 31515. September 2025Deutsch (+ 1 weitere Sprache)
Die IVSTA lehnte die Kostenübernahme für invaliditätsbedingte bauliche Anpassungen an einer Immobilie in Frankreich ab. Das Bundesverwaltungsgericht hatte die Verfügung aufgehoben und die Vergütung angeordnet, weshalb die IVSTA ans Bundesgericht gelangte. Das Bundesgericht hielt fest, dass Sachleistungen wie Eingliederungsmassnahmen im Ausland grundsätzlich nicht exportpflichtig sind und die Voraussetzungen für die ausnahmsweise Durchführung im Ausland nicht erfüllt sind. Es hob das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auf und bestätigte die Verfügung der IVSTA.
Gebiete Invaliditätsversicherungsrecht, Sozialversicherungsrecht
Mise à disposition d’un véhicule sans permis valable
Entscheid151 IV 3655. September 2025Französisch
A. a mis un véhicule automobile à disposition de B. alors que celui-ci n’était pas titulaire du permis requis, ce que A. savait ou aurait dû savoir. La Cour de justice genevoise a déclaré A. coupable et l’a condamné à 10 jours-amende à 150 fr. le jour. Le Tribunal fédéral rejette le recours dans la mesure où il est recevable.
Gebiete Straßenverkehrsrecht, Materielles Strafrecht
Vorrang sanktionsrechtlicher Vermögenssperren vor Schuldbetreibung
Entscheid151 III 55328. August 2025Deutsch (+ 1 weitere Sprache)
Das Bundesgericht befasst sich mit dem Verhältnis zwischen SchKG-Zwangsvollstreckung und sanktionsrechtlichen Vermögenssperren gestützt auf die Ukraine-Verordnung. Es hält fest, dass Art. 44 SchKG analog auf solche Vermögenssperren anwendbar ist. Damit gehen auf Art. 184 Abs. 3 BV bzw. Art. 2 EmbG gestützte Verordnungen der Zwangsvollstreckung nach SchKG vor. Die Beschwerde wird abgewiesen.
Gebiete Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzverfahren
Eignung eines Vorsorgebeauftragten bei Familienkonflikten (Vermögenssorge/Rechtsverkehr)
Entscheid151 III 52927. August 2025Deutsch (+ 1 weitere Sprache)
Das Bundesgericht hält fest, dass bei Familienkonflikten die Eignung eines Vorsorgebeauftragten nur zurückhaltend zu verneinen ist. Eine blosse Möglichkeit einer Verschärfung des Konflikts und nicht konkret festgestellte Gefährdungen reichen nicht, um die Eignung für Vermögenssorge und Rechtsverkehr abzuerkennen. Der Entscheid des Obergerichts wird aufgehoben und die Sache an die KESB zurückgewiesen, damit diese erneut prüft.
Gebiete Erbrecht, Nachfolgeplanung, Testamente und letztwillige Verfügungen
Beschwerde gegen Entsiegelung von beschlagnahmten Mobiltelefonen
Entscheid151 IV 35013. August 2025Deutsch (+ 1 weitere Sprache)
Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland führte eine Strafuntersuchung gegen A. In diesem Rahmen wurden Mobiltelefone von A. sichergestellt, deren vollständige Entsiegelung und Durchsuchung das Bezirksgericht Winterthur angeordnet hatte. A. erhob dagegen Beschwerde in Strafsachen. Das Bundesgericht tritt auf die Beschwerde nicht ein, weil kein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinn von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG dargetan ist.
Gebiete Datenschutzrecht, Beweisrecht, Strafprozessrecht
Geburtsgebrechen: angeborene Dysplasie der Zähne (Ziff. 205 Anhang GgV-EDI)
Entscheid151 V 32211. August 2025Deutsch (+ 1 weitere Sprache)
Der Beschwerdeführer leidet gemäss vorinstanzlichen Feststellungen an einer durch eine Mutation im LTBP3-Gen verursachten Amelogenesis imperfecta und damit an einer angeborenen Dysplasie der Zähne. Zwar waren im Zeitpunkt der Verfügung erst sechs Zähne durchgebrochen, doch die retinierten Zähne zeigten hypoplastische Veränderungen, womit das Geburtsgebrechen im Sinne von Ziff. 205 Anhang GgV-EDI nachgewiesen war. Das Bundesgericht hebt das Urteil und die Verfügung auf und weist die Sache an die IV-Stelle zurück, damit diese nach Prüfung der übrigen Voraussetzungen neu verfügt.
Gebiete Invaliditätsversicherungsrecht
Tilgung der Konkursgerichtskosten und Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit
Entscheid151 III 57411. August 2025Deutsch (+ 1 weitere Sprache)
Das Bundesgericht befasst sich mit Art. 174 SchKG im Zusammenhang mit der Tilgung der Kosten des Konkursgerichts. Wenn der Schuldner diese Kosten erst im Beschwerdeverfahren tilgt, muss er zusätzlich seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft machen. Im konkreten Fall waren die Voraussetzungen für die Abweisung des Konkursbegehrens gestützt auf Art. 172 Ziff. 3 SchKG nicht erfüllt; die Beschwerde wird abgewiesen.
Gebiete Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzverfahren
A. gegen Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Solothurn: Strafzumessung und Einzelgerichtszuständigkeit
Entscheid151 IV 29731. Juli 2025Deutsch (+ 1 weitere Sprache)
Das Bundesgericht befasst sich mit der Frage, ob das Berufungsgericht bei Einzelgerichten an deren Strafkompetenz (Art. 19 Abs. 2 StPO) gebunden ist. Es hält eine entsprechende Einschränkung für nicht ersichtlich und bestätigt, dass das Berufungsgericht innerhalb des gesetzlichen Rahmens auch eine höhere Strafe aussprechen kann. Die Beschwerde wird in der betreffenden Hinsicht abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Gebiete Strafzumessungsrecht, Strafprozessrecht
Prosequierung eines schweizweiten Arrestes; rechtshilfeweise Pfändung
Entscheid151 III 56324. Juli 2025Deutsch (+ 1 weitere Sprache)
Der schweizweite Arrest ermöglicht die Prosequierung durch ein einziges Betreibungs- und Fortsetzungsbegehren. Das Betreibungsamt hat die Pfändung der verarrestierten Vermögenswerte zu vollziehen oder vollziehen zu lassen, wenn die Betreibung am Arrestort und am Wohnsitz des Schuldners eingeleitet wurde, auch wenn der Wohnsitz in der Schweiz vor der Ankündigung der Pfändung aufgegeben wurde und kein Lead-Betreibungsamt bestimmt worden ist. Das Bundesgericht wies die Beschwerde ab, soweit darauf einzutreten war.
Gebiete Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzverfahren
Beschwerde gegen Sistierung eines Zivilprozesses wegen Nachlassstundung
Entscheid151 III 5169. Juli 2025Deutsch (+ 1 weitere Sprache)
Das Bundesgericht befasst sich mit der Beschwerde gegen die Sistierung eines Zivilverfahrens gestützt auf eine bewilligte Nachlassstundung. Da die Sistierung bei Nachlassforderungen nach Art. 297 Abs. 5 SchKG von Gesetzes wegen eintritt und lediglich deklaratorisch ist, liegt keine gerügte Rechtsverzögerung im Sinne der Zulässigkeit ohne weiteres vor. Die Beschwerdeführerin musste daher einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur dartun; dies wurde verneint, weshalb das Bundesgericht nicht eintritt.
Gebiete Zivilprozessrecht, Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzverfahren
Mainlevée provisoire: exclusion d’un porte-fort en garantie
Entscheid151 III 5389. Juli 2025Französisch
Le Tribunal fédéral statue dans une affaire de mainlevée provisoire fondée sur une garantie fournie par le poursuivi. Il confirme, sur un examen sommaire, que l’art. 257e al. 4 CO permet aux cantons d’exclure certaines formes de sûretés, ce qui justifie l’exclusion du porte-fort pour les locaux commerciaux en cause. En conséquence, le contrat litigieux ne peut pas servir de titre de mainlevée.
Gebiete Mietverträge, Mietregulierung
Bénéficiaire divorcée et capital de libre passage
Entscheid151 V 3339. Juli 2025Französisch
La cause porte sur le droit d’une conjointe divorcée à des prestations en cas de décès sur un compte de libre passage. Le Tribunal fédéral retient que le conjoint divorcé fait partie du cercle prioritaire des ayants droit selon les dispositions renvoyées, sous réserve des conditions de l’art. 20 OPP 2. En l’occurrence, les conditions sont considérées comme remplies et le Tribunal fédéral a partiellement admis le recours.
Gebiete Pensionsrecht, Erbrecht, Scheidungsrecht
Recours contre un refus d’autoriser une surveillance téléphonique (art. 393 CPP)
Entscheid151 IV 3387. Juli 2025Französisch
La décision attaquée porte sur le refus d’autoriser une mesure de surveillance téléphonique rendu par le tribunal des mesures de contrainte. Depuis le 1er juillet 2024, l’art. 393 al. 1 let. c CPP ouvre en principe la voie du recours cantonal contre de telles décisions, et la jurisprudence antérieure publiée (ATF 137 IV 340) est dépassée sur ce point. La cause est renvoyée à la Chambre de recours pénale pour qu’elle examine le fond.
Gebiete Telekommunikationsrecht, Strafprozessrecht
A. contre Fondation B. SA (limite de rachat LPP pour arrivant de l’étranger)
Entscheid151 V 3437. Juli 2025Französisch
Le litige porte sur la limite annuelle de rachat prévue par l’art. 60b al. 1 OPP 2 (plafond quantitatif de 20 % du salaire assuré et limitation temporelle de cinq ans) pour une personne arrivée de l’étranger. Le recourant soutient que cette limitation crée une discrimination indirecte contraire à l’ALCP/FZA, tandis que l’arrêt examine si la mesure peut être justifiée au regard de l’art. 21 al. 3 FZA, notamment pour garantir la cohérence du système fiscal et éviter l’évasion fiscale. La matière concernée vise les rachats effectués auprès d’une institution de prévoyance suisse.
Gebiete Pensionsrecht, Versicherungsrecht
Récusation et annulation des actes de procédure (art. 60 CPP)
Entscheid151 IV 30327. Juni 2025Französisch
Les recourants A. et B. contestent, après une récusation prononcée, le refus d’annuler et de répéter les actes de procédure fondés sur la participation de la Procureure C. L’arrêt traite l’application de l’art. 60 al. 1 CPP, notamment quant à l’étendue de l’annulation et à l’autorité compétente. Il examine aussi l’articulation avec l’art. 141 CPP (inexploitabilité des moyens de preuve).
Gebiete Beweisrecht, Strafprozessrecht
Einwirkung durch Straftat auf Schiedsentscheid – Revision nach Art. 190a Abs. 1 lit. b IPRG
Entscheid151 III 58626. Juni 2025Deutsch (+ 1 weitere Sprache)
Die Volksrepublik China verlangte die Revision eines Zuständigkeitsentscheids eines Schiedsgerichts (Sitz Genf) gestützt auf Art. 190a Abs. 1 lit. b IPRG, weil ein Strafurteil eine Einwirkung durch ein Verbrechen oder Vergehen zu ihrem Nachteil ergeben haben soll. Das Bundesgericht verlangt dafür einen Kausalzusammenhang zwischen der Straftat und dem Dispositiv des zu revidierenden Schiedsentscheids. Im konkreten Fall zeigte die Gesuchstellerin diesen hinreichenden Kausalzusammenhang nicht auf; zudem sei die Frage der Rechtswidrigkeit von Landnutzungsrechten für die Zuständigkeit ausdrücklich nicht rechtserheblich gewesen. Daher wurden die Revisionsvoraussetzungen verneint und das Revisionsgesuch abgewiesen.
Gebiete Internationale Schiedsgerichtsbarkeit
Einseitiger Verzicht des Arbeitgebers auf Konkurrenzverbot mit Karenzentschädigung
Entscheid151 III 54426. Juni 2025Deutsch (+ 1 weitere Sprache)
Das Bundesgericht befasst sich mit der Frage, ob der Arbeitgeber ein Konkurrenzverbot mit Karenzentschädigung einseitig aufheben bzw. kündigen kann, ohne dass dies vertraglich vorbehalten ist. Es hält fest, dass ein solches einseitiges Vorgehen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zulässig ist und die Karenzentschädigung daher nicht dahin fällt. Die Beschwerde der Arbeitgeberin wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Gebiete Arbeitsverträge, Vertragsrecht
Compétence des tribunaux de la prévoyance liée (remboursement de primes 3a)
Entscheid151 III 59124. Juni 2025Französisch
Le Tribunal fédéral examine la compétence matérielle des autorités selon l’art. 73 al. 1 let. b LPP. Il retient que la demande en remboursement de primes de la prévoyance liée (pilier 3a/Säule 3a), même fondée sur l’enrichissement illégitime, relève du tribunal cantonal compétent en matière de prévoyance professionnelle. En conséquence, le recours est rejeté et la demande est frappée d’irrecevabilité.
Gebiete Pensionsrecht
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